August Neidhardt von Gneisenau Autogramm

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Beschreibung

Außergewöhnlicher eigenhändiger Brief mit Unterschrift, zwei Seiten (beidseitig beschrieben), 8 x 9,5 inch, Berlin, 4.03.1819, an einen befreundeten Offizier - die Hoffnung auf ein königliches Ehrengeschenk für General Clausewitz (1771-1854) betreffend & mit Bezug auf Hardenberg, Boyen und Widerstände gegen preussische Heeresreformen, von August Neidhardt von Gneisenau in schwarzer Tinte geschrieben und signiert “GrNvGneisenau", mit leichten Flecken und gebräunt - in gutem Zustand. 

In Ausschnitten:
"[...] der Tumult des Carnavalo hat mich biß jezt verhindert, demjenigen Theil meines Briefwechsels, den ich billiger Weise eigenhändig besorgen muß, zu genügen.
Wenn ich in Ansehung des Generals v. Clausewitz [...] nach vorhergehenden Anlässen Schlüsse machen darf, so ist eine solide Hoffnung, daß ihm werde geholfen werden, nicht vorhanden. Der General von Horn so wie der G. v. Hiller und noch einige andere sind mit ihm in gleicher Lage, und obgleich ihretwegen mehrere Vorstellungen sind gemacht worden und auch Zusicherungen hierauf erfolgt sind, so ist dennoch nichts für sie geschehen, indem jedesmal, wenn auch der Fürst Hardenberg darüber Vortrag gemacht hat, solcher bei der lezten Instanz Hindernisse gefunden hat. Bevor diese Generale vom König ein Geschenk werden erhalten haben, ist nicht wahrscheinlich, daß der H. Gen. v. Clausewitz eines erhalten werde, besonders wenn der Kriegsminister nicht sein Gesuch in Schutz nimmt, er wird sich allso gedulden müssen, biß jene werden berücksichtiget werden, wo es dann, meines Erachtens, nicht schwer seyn wird, ebenfalls einige Tausend Thaler für ihn zu erhalten"
 - 1824 erhielt Clausewitz ein Geschenk von 500 Talern. – Im Folgenden über den Kriegsminister von
Boyen, bei dem sich wegen des zunehmenden Widerstands der Hofpartei gegen die Reformen – Wehrpflicht und Landwehr – Amtsmüdigkeit zeigte.
"[...] Im Vertrauen und unter Erbittung der Verschwiegenheit will ich Dir eröffnen, daß der Kriegsminister bereits seit einigen Monaten aus Misvergnügen nicht ausgegangen ist und keinen Vortrag beim König gehabt hat. Es ist leicht möglich, daß er seine Stelle niederlegen werde und dann ist es nicht unwahrscheinlich, daß der General v. Hacke das Kriegsministerium erhalten werde; vielleicht auch General v.Borstell. Mit der Einführung der Armeekorps wird es vielleicht noch zur Ausführung kommen [...]"

Im Dezember 1819 nahm Boyen seinen Abschied, nachdem König Friedrich Wilhelm III. die Einbeziehung der Landwehr in den Divisionsverband der Linie angeordnet hatte; sein Nachfolger wurde, wie von Gneisenau erwartet, General von Hake.

Weitere Infos zur Person

Profession:
(1760 - 1831) Preußischer Feldmarschall - er war eine herausragende Persönlichkeit bei der Reform des preußischen Militärs und des Befreiungskrieges

Year of Birth: 1760

Biography (AI generated)

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